Der Mars in Potsdam

Das Kunstwerk „Mars“ von Luke Jerram (UK) ist, nüchtern betrachtet, eine von innen beleuchtete Kugel mit einem Durchmesser von sieben Metern, auf die NASA-Fotografien der Marsoberfläche im Verhältnis 1:1.000.000 detailreich aufgedruckt sind. Die Wirkung dieses einfachen Modells ist beeindruckend. Es verändert auf magische Weise den Raum, in dem es hängt, und wirkt unmittelbar auf die Betrachterinnen und Betrachter. Scheinbar schwerelos schwebt der Rote Planet still in fast greifbarer Höhe und lässt uns innehalten und staunen.

Im Rahmen der Initiative „Mars findet Stadt“ reist dieses Kunstwerk nach Deutschland in neun Wissenschaftsstädte, die seit 2016 im Strategiekreis „Wissenschaft in der Stadt“ (SK WISTA) kooperieren. Jede Stadt gestaltet ein eigenes Begleitprogramm und bringt das Wissenschaftsjahr – UNSER UNIVERSUM breiten Bevölkerungsschichten nahe. Der Mars ist hierfür in mehrerlei Hinsicht das Gravitationszentrum: Zum einen werden Kunst, Wissenschaft und Religion an einem Ort aufeinandertreffen und sich dabei gegenseitig bereichern. Zum anderen wird der Fokus auf einen Planeten, das Angebot an Vorträgen, Workshops, Begegnungs- und Beteiligungsformaten gelegt, wobei wir einen Roten Faden im Programm ermöglichen, freilich ohne den „Rest“ des Universums thematisch auszuschließen.

Vom 16. September bis 28. September hängt der „Mars“ von Luke Jerram in der Nikolaikirche Potsdam. Im Rahmen des Projekts Mars bietet das Extavium Potsdam einen Mars-Rover Workshop für Kinder und Jugendliche an. Dieser Beschäftigt sich sowohl mit den Umweltbedingungen auf dem Mars als auch mit dem Bau eines Miniatur Mars-Rovers. 

©ESO/B. Tafreshi

Marsrover-Experimentierkurs im Extavium

Gibt es Leben auf dem Mars? Welche Umweltbedingungen herrschen dort und können auf dem Mars irgendwann Menschen leben? Viele dieser Fragen lassen sich nur durch einen Besuch des Roten Planeten klären. Eine bemannte Mission ist eine enorme Herausforderung und Ziel für die Zukunft. Da bringen robotische Erkundungsmissionen viele wichtige Erkenntnisse. Der Experimentierkurs im Science Center Extavium richtet sich altersangepasst an Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren, die selber in die Rolle der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen einer Weltraumorganisation schlüpfen wollen. Sie bauen in kleinen Teams ein selbständig fahrendes Modell des ExoMars Rovers der ESA. Dabei können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen etwas über die anspruchsvollen Umweltbedingungen auf dem Mars, die ingenieurtechnischen Lösungsansätze und den Forschungsauftrag lernen.

©extavium/Matthias Baumbach
© Triff/Shutterstock.de
©extavium/Matthias Baumbach

Extavium – Wissenschaft begreifen

Das Extavium Science Center lädt mit über 80 Wissenschaftsexponaten dazu ein, spannende Phänomene aus dem Bereich der Naturwissenschaften zu entdecken. Das selbstständige Erforschen von Phänomenen, das Anfassen und Begreifen stehen hier im Fokus. In zweistündigen Zeitslots können Privatbesucher*innen, Schulklassen und Kitakinder nach Lust und Laune auf Entdeckungstour gehen und in wechselnden Experimentierkursen ihr Wissen vertiefen.

Ein Rückblick auf unsere Zeit mit dem Mars in Potsdam

Der Mars-Rover Experimentierkurs im Extavium

Ziel des Experimentierkurses war es, spielerisch ein Verständnis für die wissenschaftliche Motivation und ingenieurtechnischen Herausforderungen der Erforschung des Mars zu vermitteln. Gemeinsam mit den Kindern wurde erörtert, ob und warum Leben auf dem Mars existieren kann oder konnte und welche Möglichkeiten zur Erforschung des Planeten bestehen. Dabei gab es einen kurzen Überblick über die bisherige Mars-Rover Missionen.

Bei dem Experimentierkurs hatten Kinder die Möglichkeit, ein Experiment zur Datenkommunikation mit Licht durchzuführen. Dabei wurden die Vor- und Nachteile von optischer Kommunikation gegenüber Radiokommunikation erörtert. Anschließend folgte der Bau einer Miniaturversion des Mars-Rovers. Hier verdrahteten die Teilnehmerinnen des Kurses die magnetischen Verbindungen des Rovers in Zweiergruppen.

Darauf folgte eine kurze Probefahrt, wobei zwei Probenbehälter auf Lebensspuren untersucht wurden. Dafür musste der chemoresistive Sensor (elektronische Nase) über den jeweiligen Probenbehälter navigiert werden. Enthielt der Probenbehälter eine flüchtige organische Verbindung, signalisierte der Rover dies durch eine aufleuchtende LED. Sobald die Kinder in einer der Proben Lebensspuren entdeckt hatten, wurde die Mission als erfolgreich abgeschlossen betrachtet.

Eröffnungsveranstaltung des Mars in der Nikolaikirche Potsdam am 16.09.2023

An diesem besonderen Abend hatten wir das Vergnügen, Oberstleutnant Dr. Harald Potempa und die renommierte Astrophysikerin Dr. Janine Fohlmeister als unsere geschätzten Gäste zu begrüßen. Gemeinsam mit unserem eloquenten Moderator, Thomas Prinzler, öffnete sich vor unserem neugierigen Publikum ein weites Spektrum an faszinierenden Themen im Kontext des Mars. In einer spannenden Podiumsdiskussion wurde lebhaft über den Roten Planeten und all seine Geheimnisse debattiert.


Impressionen

Wir bedanken uns bei

über 9000

Besuchern und Besucherinnen des Mars in Potsdam

Kontakte

Ansprechpartnerin proWissen Potsdam e.V.

Frau Dr. Ulrike Clausen
proWissen Potsdam e.V.
Am Kanal 47
14467, Potsdam
0331 977 4591
clausen@prowissen-potsdam.de
https://www.wis-potsdam.de/de

Ansprechpartner für die St. Nikolaikirche

Herr Björn O. Wiede Nikolaikantor KMD
St. Nikolaikirche
Am Alten Markt
14467, Potsdam
0331 23 704 73
wiede@bachtage.de
http://nikolai-potsdam.de/

Ansprechpartnerin für das Extavium

Frau Tuulia Faber
Extavium Potsdam
Am Kanal 57
14467, Potsdam
0331 60127959
kommunikation@die-kinderwelt.com
extavium.de